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Was war
Nach dem Tod seiner Frau wendet sich Andreas Paulhofer der eigenen Kindheit zu. Aus einer zunächst assoziativen Reihung von Erinnerungen erwächst nicht nur das sich verdichtende Bild einer ganzen Familie; da der Junge bei seiner Oma aufgewachsen ist, erfasst der Blick des Erwachsenen bald auch die Biografie der Großmutter: Seit dem zweiten Weltkrieg verwitwet und aus ihrer Heimat vertrieben, weist ihr Lebenslauf erstaunliche Parallelen zur gegenwärtigen Situation des Ich-Erzählers auf. Die Suche nach dem Bleibenden, nach Heimat und Zugehörigkeit erweist sich zunehmend als eine generationsübergreifende Fragestellung, die nicht zuletzt durch die jüngere |
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deutsche Geschichte eine über das Private hinausgehende Bedeutung erhält.
Um Abstand zu gewinnen, reist Paulhofer nach Frankreich. Doch gerade hier greifen Vergangenheit und Gegenwart immer dichter ineinander. Nicht nur erinnern Kriegsdenkmäler allerorten an noch längst nicht überwundene Schmerzen, auch das sich anbahnende Liebesverhältnis zur jungen Isabelle steht im Zeichen der Gespenster der Vergangenheit: War nicht Paulhofer mit seiner Frau schon einmal in dem idyllisch gelegenen Dorf am Meer zu Gast? Und tönen nicht Isabelle noch immer die Warnungen im Ohr, die ihr ihre eigene Großmutter früher auf den Weg gab? “Die Deutschen haben kein Gefühl. Sie sind Maschinenmenschen, Maschinenmenschen!"
Mehr Informationen beim Literaturverlag Droschl
Was war
Roman, Literaturverlag Droschl, 2012,
gebunden, 168 Seiten
ISBN 978-3-85420-829-7
Ex voto „Eine Entführung zu schildern wäre das eine gewesen: die Verschleppung eines freiwilligen Arztes und Menschenfreundes aus Deutschland durch aufständische Einheimische im globalen Bürgerkriegsgebiet, irgendwo zwischen Bosnien, Irak und Afghanistan. Yorck Kronenbergs Erzählung „Ex voto“ jedoch ist eine Entführung: Mitten hinein in seine Phantasmagorie von Macht und Ohnmacht, Wissen und Glauben, Fernsehnachricht und Fiktion verschleppt er die Leser, macht sie zu Zeugen und Mitwissern unaufklärbarer Geheimnisse und kultischer Handlungen im Niemandsland zwischen Archaismus und Postmoderne. Vor dem Hintergrund einer ebenso |
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großartigen wie unmenschlichen, bald lebensbedrohlichen, bald Erlösung verheißenden, aber immer wieder großartig geschilderten Naturkulisse entspinnt sich ein virtuoses Spiel mit Projektionen und Reflexen, dessen Sinn sich erst erschließt, wenn der Leser als der Entführte realisiert, dass er selber es ist, der dieses Spiel steuert und vorantreibt. Wo Kafkas Antiheld „Vor dem Gesetz“ bis zum Tode verharrte, gelingt Kronenbergs Entführtem, kaum zum Anführer der eigenen Entführer aufgerückt, tatsächlich die Flucht – wenn auch nur, um am Ende ganz bei sich zu bleiben.“
Joachim Helfer Mehr Informationen beim Literaturverlag Droschl
Ex voto
Roman, Literaturverlag Droschl, 2011,
gebunden, 188 Seiten
ISBN 978-3-85420-778-8
Zunehmend von Figuren umstellt, die seine Phantasie ihm erschaffen hat, trifft der Held schließlich tatsächlich auf ein Gegenüber, eine Frau. Zwischen Mißtrauen und der Sehnsucht nach Gemeinschaft hin- und hergerissen, versuchen beide, sich einander mitzuteilen. Doch als am nächsten Morgen die Stadt wieder lärm- und menschenerfüllt ist wie ehedem, gehen sie wortlos auseinander.
Daß am Ende suggeriert wird, ein jeder Bewohner dieser Stadt habe ähnliches erlebt wie der Held, macht dieses Romandebüt zu einer modernen Parabel.
Welt unter
Edition Nautilus, 2002
Hardcover, 128 Seiten
ISBN 3-89401-387-7


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Kurzgeschichte «Careering» in:
Punk Stories, Verlag LangenMüller, 2011
herausgegeben von Arne Rautenberg, Alexander Müller und Thomas Kraft
ISBN 978-3-7844-3258-8 |
 
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Kurzgeschichte «Wenn draußen ein
Auto vorbeifuhr»
Ahrenshooper Seiten, 2009
ISBN 978-3-934216-52-5 |


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Erstes Kapitel des Romans
«Ex voto» in:
Sprache im technischen
Zeitalter, Heft 181, 2007
SH-Verlag · ISSN 0038-8475
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Erzählung «Gegenlicht» in:
Wieder vereinigt. Neue deutsche Liebesgeschichten
Verlag Klaus Wagenbach, 2005
ISBN 3-8031-2515-4 |
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